Zenith Chronograph 146
Zenith Chronograph 146
Hallo zusammen,
ich habe kürzlich einen Zenith Chronographen mit Kaliber 146 erworben, der sich leider in einem recht schlechten Zustand befindet. Die Uhr weist mehrere größere Probleme auf: Korrosion am Gehäuse, fest sitzende Chronographendrücker und ein beschädigter bzw. nicht funktionsfähiger Unruhreif.
Nach erster Betrachtung des Zifferblatts und des Werks habe ich den Eindruck, dass es sich um ein frühes Exemplar des Kalibers 146 handeln könnte, möglicherweise aus den späten 1940er- oder frühen 1950er-Jahren. Einige Details des Zifferblatts sowie die Enversteel-Gehäuseausführung sprechen aus meiner Sicht für diese Zeitperiode, allerdings fehlt mir die Erfahrung, um dies sicher einzuordnen.
Es wäre schade, dieses Stück seinem Schicksal zu überlassen. Daher überlege ich, eine möglichst originale und konservative Restaurierung durchzuführen. Falls notwendig, würde ich auch nach einem defekten Spenderwerk (Kaliber 146, 146H oder 146HP) suchen, um fehlende oder beschädigte Teile zu ersetzen.
Daher meine Fragen an die Zenith-Spezialisten hier im Forum:
Haltet ihr eine Restaurierung bei diesem Zustand für sinnvoll?
Kennt ihr zuverlässige Quellen für Ersatzteile oder komplette Spenderwerke der Kaliber-146-Familie?
Gibt es Merkmale, die eine Datierung in die späten 1940er bzw. frühen 1950er Jahre bestätigen oder widerlegen?
Hat jemand Erfahrung mit der Ersatzteilkompatibilität zwischen 146, 146H und 146HP?
Über jeden Hinweis, Erfahrungsbericht oder Literaturtipp würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
Beste Grüße
ich habe kürzlich einen Zenith Chronographen mit Kaliber 146 erworben, der sich leider in einem recht schlechten Zustand befindet. Die Uhr weist mehrere größere Probleme auf: Korrosion am Gehäuse, fest sitzende Chronographendrücker und ein beschädigter bzw. nicht funktionsfähiger Unruhreif.
Nach erster Betrachtung des Zifferblatts und des Werks habe ich den Eindruck, dass es sich um ein frühes Exemplar des Kalibers 146 handeln könnte, möglicherweise aus den späten 1940er- oder frühen 1950er-Jahren. Einige Details des Zifferblatts sowie die Enversteel-Gehäuseausführung sprechen aus meiner Sicht für diese Zeitperiode, allerdings fehlt mir die Erfahrung, um dies sicher einzuordnen.
Es wäre schade, dieses Stück seinem Schicksal zu überlassen. Daher überlege ich, eine möglichst originale und konservative Restaurierung durchzuführen. Falls notwendig, würde ich auch nach einem defekten Spenderwerk (Kaliber 146, 146H oder 146HP) suchen, um fehlende oder beschädigte Teile zu ersetzen.
Daher meine Fragen an die Zenith-Spezialisten hier im Forum:
Haltet ihr eine Restaurierung bei diesem Zustand für sinnvoll?
Kennt ihr zuverlässige Quellen für Ersatzteile oder komplette Spenderwerke der Kaliber-146-Familie?
Gibt es Merkmale, die eine Datierung in die späten 1940er bzw. frühen 1950er Jahre bestätigen oder widerlegen?
Hat jemand Erfahrung mit der Ersatzteilkompatibilität zwischen 146, 146H und 146HP?
Über jeden Hinweis, Erfahrungsbericht oder Literaturtipp würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
Beste Grüße
- Thomas H. Ernst
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Re: Zenith Chronograph 146
Könntest Du ein paar Fotos, speziell vom Werk, hier einstellen. Das würde sehr hilfreich sein.
Grüsse Thomas
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Re: Zenith Chronograph 146
Hallo, ich habe sie nicht online gespeichert, aber ich kann Ihnen den Link zum Archivordner schicken
https://drive.proton.me/urls/HZS04G2XRC#EAeUcFYbKJ3K
Ein weiterer Punkt ist, dass ich zwar einige 146er-Uhrwerke gefunden habe, diese aber alle zwei Zähler haben und nicht drei wie meines...
https://drive.proton.me/urls/HZS04G2XRC#EAeUcFYbKJ3K
Ein weiterer Punkt ist, dass ich zwar einige 146er-Uhrwerke gefunden habe, diese aber alle zwei Zähler haben und nicht drei wie meines...
- MCG
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Re: Zenith Chronograph 146
Hast du keine Fantasie?Thomas H. Ernst hat geschrieben: 03 Jun 2026, 23:17 Könntest Du ein paar Fotos, spezielle vom Werk, hier einstellen. Das würde sehr hilfreich sein.
LG aus Mostindien - Markus
- Thomas H. Ernst
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Re: Zenith Chronograph 146
Zustandserkennung mittels Fantasie? Das klingt ja fast nach KI.
Grüsse Thomas
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- Thomas H. Ernst
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Re: Zenith Chronograph 146
Auf die Buchstaben kommt es an.Albaberto hat geschrieben: 04 Jun 2026, 08:57 Ein weiterer Punkt ist, dass ich zwar einige 146er-Uhrwerke gefunden habe, diese aber alle zwei Zähler haben und nicht drei wie meines...
Im vorliegenden Fall ist das Kaliber noch ohne Zusatz, d.h. es ist eine sehr frühe Variante, worauf auch die fehlende Stosssicherung hindeutet. Entwickelt wurde es 1932 von Martel aus Les-Ponts-de-Martel als Kaliber 749. 1944 kam die Version mit Stundenzähler dazu. Zenith hat Martel 1958 aufgekauft und das Werk fortan Kaliber 146 genannt.
Das Kaliber 146 DP ist die Version ohne, das 146 HP mit Stundenzähler. Bis zur Vorstellung des El Primero 1969 waren diese beiden Varianten die letzten Handaufzugwerke die Zenith im Programm hatte.
Wenn sich der Unruhreif nicht mehr leicht bewegen lässt (nur mit einem Pinsel berühren) ist vermutlich ein Zapfen gebrochen. Ich kann leider nicht sagen ob noch irgend ein Uhrmacher Teile dafür hat, bei Zenith ist auf jeden Fall nichts mehr übrig geblieben und das 2017 neu aufgelegte Modell ist ein abgespecktes El Primero, hat also nur noch den Namen gemeinsam.
Vielleicht findet sich ja ein Teilespender, eine Anfrage bei der Clinique Horlogére könnte hilfreich sein.
Das Gehäuse sieht recht schlimm aus, da muss ein Spezialist ran um noch was zu retten und das wird bestimmt nicht günstig.
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin
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Re: Zenith Chronograph 146
Okay, danke. Könnte es sich also um ein Prototypmodell handeln?
Ich habe außer dem Zifferblatt auf diesem Foto (https://temppus.com/en/product/zenith-t ... aph-1940s/) und diesem Modell, das auf eBay angeboten wird (https://www.ebay.de/itm/397892591185?_s ... R4LRlqvSZw]ebay link), keine ähnlichen Zifferblätter gefunden. Ich möchte zumindest die Chronographenfunktion reparieren, da die Knöpfe klemmen; ich will die Uhr nicht in ihren Originalzustand zurückversetzen.
Ich werde auf jeden Fall versuchen, Clinique Horologère zu kontaktieren.
Gibt es irgendwelche besonderen Tipps oder Dinge, auf die man achten sollte?
Sinnlose URL Tags entfernt
Der Admin
viewtopic.php?t=70604
Ich habe außer dem Zifferblatt auf diesem Foto (https://temppus.com/en/product/zenith-t ... aph-1940s/) und diesem Modell, das auf eBay angeboten wird (https://www.ebay.de/itm/397892591185?_s ... R4LRlqvSZw]ebay link), keine ähnlichen Zifferblätter gefunden. Ich möchte zumindest die Chronographenfunktion reparieren, da die Knöpfe klemmen; ich will die Uhr nicht in ihren Originalzustand zurückversetzen.
Ich werde auf jeden Fall versuchen, Clinique Horologère zu kontaktieren.
Gibt es irgendwelche besonderen Tipps oder Dinge, auf die man achten sollte?
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- Thomas H. Ernst
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Re: Zenith Chronograph 146
Ich denke nicht, die meisten der ganz alten Exemplare sind halt längst im Müll gelandet, daher findet man kaum welche.Albaberto hat geschrieben: 04 Jun 2026, 14:59 Okay, danke. Könnte es sich also um ein Prototypmodell handeln?
Wenn die Uhr wieder benutzt werden soll, muss halt das Werk einen Komplettservice bekommen und das Gehäuse sollte zumindest staubdicht zu bekommen sein. Mehr kann Dir ein Uhrmacher sagen wenn er die Uhr in Händen hält.Gibt es irgendwelche besonderen Tipps oder Dinge, auf die man achten sollte?
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin
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Re: Zenith Chronograph 146
Da es sich bei dem Uhrwerk um ein Universal Genève 285 handelt (optisch minimale
Abweichungen) ist das reparabel. Die Werke wurden von vielen verwendet. Aber das
wird kein günstiger Spaß.
Lass dir einen Kostenvoranschlag unterbreiten, der wird wahrscheinlich kostenpflichtig.
Das Werk muss zerlegt und inspiziert werden, nötige Teile gesucht, gefunden und kalkuliert.
Ja, die Teile gibt es, aber das wird wahrscheinlich ein teurer Spaß, der den Wert der
Uhr in Annbetracht des Allgemeinzustandes höchstwahrscheinlich massiv überschreitet.
Abweichungen) ist das reparabel. Die Werke wurden von vielen verwendet. Aber das
wird kein günstiger Spaß.
Lass dir einen Kostenvoranschlag unterbreiten, der wird wahrscheinlich kostenpflichtig.
Das Werk muss zerlegt und inspiziert werden, nötige Teile gesucht, gefunden und kalkuliert.
Ja, die Teile gibt es, aber das wird wahrscheinlich ein teurer Spaß, der den Wert der
Uhr in Annbetracht des Allgemeinzustandes höchstwahrscheinlich massiv überschreitet.
Einspruch Euer Ehren, die Drücker sind quasi offene Scheunentore, Dichtungen gibt es dort keine.Thomas H. Ernst hat geschrieben: 04 Jun 2026, 17:03 [...] das Gehäuse sollte zumindest staubdicht zu bekommen sein. [...]
Gruß Bernd
Wider den postfunktionalen Konsum mit Neuzustandsfetisch.
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- Hertie
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Re: Zenith Chronograph 146
Als Willy Breitling 1979 die Firma Breitling an Ernest Schneider übergab, waren unter anderem auch noch Kaliber des Martel 749, alias Universal Geneve 285, alias Zenith 146 in einer Schublade gelagert.
Da entstand in den 90er Jahren eine 75-Stück-Auflage als "Breitling 146", mit nachträglicher Adaptierung des Werks.
Ich hatte die Uhr mal, und noch Archivfotos. Von daher wäre vielleicht auch eine Chance , über Breitling Ersatzteile zu erhalten , wenn auch eher unwahrscheinlich.



Da entstand in den 90er Jahren eine 75-Stück-Auflage als "Breitling 146", mit nachträglicher Adaptierung des Werks.
Ich hatte die Uhr mal, und noch Archivfotos. Von daher wäre vielleicht auch eine Chance , über Breitling Ersatzteile zu erhalten , wenn auch eher unwahrscheinlich.



Gast-Member Nr.1 - am 15.2.2006 virtuell bereits im Schlafsack vor der Türe wartend.
Re: Zenith Chronograph 146
Tatsächlich handelt es sich bei dem Modell eindeutig um eines der beiden hier abgebildeten Compax-Modelle (grail-watch.com Universal-285).
Reicht es für die Ersatzteilbeschaffung aus zu wissen, dass es sich um eine Martel 749/Universal Geneve 285/Zenith 146 handelt, oder ist es auch wichtig, zwischen Compur und Compax zu unterscheiden?
Reicht es für die Ersatzteilbeschaffung aus zu wissen, dass es sich um eine Martel 749/Universal Geneve 285/Zenith 146 handelt, oder ist es auch wichtig, zwischen Compur und Compax zu unterscheiden?
- Thomas H. Ernst
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Re: Zenith Chronograph 146
Die Bauteile des zusätzlichen Stundenzählers sitzen auf der Zifferblattseite, sofern da nichts kaputt ist sollte es keinen Unterschied machen.Albaberto hat geschrieben: 05 Jun 2026, 09:32 Reicht es für die Ersatzteilbeschaffung aus zu wissen, dass es sich um eine Martel 749/Universal Geneve 285/Zenith 146 handelt, oder ist es auch wichtig, zwischen Compur und Compax zu unterscheiden?
Grüsse Thomas
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Re: Zenith Chronograph 146
Zenith hat bei den Flachdrückern Stifte mit Dichtungen eingesetzt. Ich dacht, die hätten das vielleicht da auch gemacht.unnnamed hat geschrieben: 04 Jun 2026, 21:27 Einspruch Euer Ehren, die Drücker sind quasi offene Scheunentore, Dichtungen gibt es dort keine.
Grüsse Thomas
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Re: Zenith Chronograph 146
In den 40ern höchst unwahrscheinlich/ ungewöhnlich.
Gruß Bernd
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Re: Zenith Chronograph 146
Tatsächlich sind die Chronographenknöpfe komplett blockiert; vielleicht ist von dort Schmutz eingedrungen und hat sich abgesetzt.